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Die Atmung beim Sportschießen PDF Drucken E-Mail

Die Atemtechnik beim Sportschießen ist eines der wichtigsten Elemente und sollte von Anfang an trainiert und konsequent beobachtet werden. Fälschlicherweise neigen viele Schützen intuitiv dazu, die Luft während des Zielvorganges und bis zur Schussauslösung anzuhalten. Dies führt allerdings auf Grund der dann einsetzenden Sauerstoffunterversorgung zu Muskelzittern und körperlicher sowie geistiger Unruhe.

Zudem beeinflussen äußere Umstände, wie bspw. Nervosität, Stress, Angst, (Wettkampf)Druck, Erleichterung, Freude, Zufriedenheit etc. die Atmung eines jedes Menschen. Ist ein Mensch bspw. zufrieden, atmet er „leicht“ aus dem Bauch heraus. Steht er unter Stress, setzt die schnellere und unruhigere Brustatmung ein.

Da u.A. der Puls, der von der Atmung abhängig ist, die Körperspannung und Ruhephasen regelt, ergibt sich daraus die Wichtigkeit einer ruhigen, „leichten“ und vor allem bewussten Atmung während des Schießens.

Zum Thema Atemtechnik gibt es verschiedenste Ansätze, Techniken und Meinungen, die wiederum von individuellen Gegebenheiten (körperlicher Verfassung des Schützen, Disziplin, Wettkampfsumfeld etc...) abhängig sind. Generell gibt es aber eine bewährte Struktur, welche sich in allen Techniken wiederfinden lässt und welche gerade Anfängern von Anfang an beigebracht werden sollte.

 

Vor dem Schuss

Bevor die Waffe angesetzt wird, wird mindestens ein Mal tief (Bauchatmung) eingeatmet. Dies entspannt den Körper und sorgt für einen ruhigen Puls. Je höher der Puls ist, bzw. desto unruhiger man ist, empfiehlt es sich, mehrmals vor dem Ansetzen tief durchzuatmen.

Das Ansetzen

Während des Ansetzens, sprich dem Heben der Waffe, sollte die Luft zunächst wieder ausgeatmet werden. Während man die Waffe hebt, atmet man wieder ein. Wie viel Luft eingeatmet wird, hängt von der gewählten Atemtechnik während des eigentlichen Zielvorganges ab (bspw. Dreipunktatmung, Zweipunktatmung etc.). Wichtig ist hier aber, dass nicht in der Brust, sondern „Im Bauch“ geatmet wird.

Die Schussauslösung

Sobald die Schussauslösung stattfindet, muss die Luft komplett ausgeatmet sein – andernfalls es kommt es zu unterschiedlichen Spannungsverhältnissen im Körper, welches zu Muskelzittern oder –verkrampfungen führen kann. I.d.R. liegt die optimale Schussauslösung bei ca. drei bis sechs Sekunden nach der Ausatmung. Auf keinen Fall sollte dieser Vorgang länger als zehn Sekunden dauern!

 

Die richtige Atmung beim Sportschießen

Nachzielen

Sobald der Schuss ausgelöst wurde, bleibt alles für ein bis zwei Sekunden unverändert! Erst danach wird die Waffe abgesetzt und Luft geholt.

Nach dem Absetzen

Nach dem Schuss ist vor dem Schuss!



 

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